Kolumnen

Kolumnist*innen schreiben immer über ihre ganz persönliche Erlebenswelt. Diese freie Form witziger und geistreicher Alltagsbeobachtungen auf wenigen Zeilen waren für mich der Einstieg ins Schreiben schlechthin. Die meisten festen Kolumnen in einer Zeitung widmen sich einem bestimmten Thema. Von der Pendlerkolumne über die Gartenkolumne bis zur Wander-Kolumne: Für mich war klar, dass ich das Frausein zu meinem Thema machen wollte. Die Jugendmedienplattform «tink.ch» gab mir die Chance, alle zwei Wochen eine neue Amazonen-Geschichten zu publizieren. Beziehungsknatsch und Liebesfrust, Freundschaftszelebrationen, Erwachsenwerden und seinen eigenen Platz im Leben finden: Das waren die Themen, aus denen ich später einen Erzählband machte (–> Kugelbomben und Kaffee). Ich war auch Gastkolumnistin beim «Winterthurer Stadtanzeiger» und ganz kurz beim «Bieler Tagblatt». Die Kolumne «Eine Emanzen-Tirade» hat mir sogar eine Einladung in eine Talk-Runde von «Tele Bielingue» eingebracht. Insgesamt mögen es an die hundert Kolumnen gewesen sein, die ich in den Jahren zwischen 25 und dreissig geschrieben habe.

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Heute schreibe ich nur gelegentlich Kolumnen. Doch Kolumen lesen – das tue ich immer noch mit Freude. Die Gender-Kolumne «49/51 Prozent» von Nicole Althaus und Patrick Imhasly in der «NZZ am Sonntag» ist ein Sahnehäubchen jedes Sonntags. Und natürlich bewundere ich auch den rotzig-frechen Schreibstil der Miss-Universum-Kolumnen von Michèle Roten. Anders als sie bin ich durch meine Kolumnen nicht zu einer öffentlichen Person geworden. Und dennoch gaben sie mir die Möglichkeit, zu definieren, wer ich bin und vor allem: Wer ich sein möchte. Wahrscheinlich war das mein grosses Glück.

Die Kolumnen auf dieser Seite sind eine kleine  Auswahl aus meinem Fundus.
Viel Vergnügen beim Lesen!