Über mich

Edita Truninger © Viviane Toppel-Laubi 9932 finish sw V2

Foto: Viviane Toppel-Laubi

Edita Truninger, *1982 in Winterthur

Bachelor Kommunikation an der ZHAW
Wiener Schreibpädagogik 
sveb1-Zertifikat an der Schule für Angewandte Linguistik (sal)
Noch in Ausbildung: Master Fachdidaktik Schulsprache Deutsch an der PH Zürich

Nach einer KV-Lehre auf dem Reisebüro habe ich ohne Umwege Journalismus und Kommunikation studiert und nebenher bei einer Lokalzeitung erste Schreiberfahrung gesammelt. Doch ich wollte keine Textsoldatin sein, stattdessen meinen eigenen Schreibweg gehen.

Nach einem inspirierenden Indien-Aufenthalt begann ich, Kolumnen zu schreiben, Gegenstand waren meine ungebändigten Freundinnen, die mir mit ihrer Lebensfreude Vorbild und Motiv zugleich waren. Ich nannte sie «meine Amazonen» und veröffentlichte ihre Abenteuer auf meinem Blog. Der Wunsch nach Druckerschwärze war da, doch für die Verlagssuche hatte ich keine Geduld, deshalb ermächtigte ich mich selbst (auch das hatte ich von meinen Amazonen gelernt!) und publizierte mit der Unterstützung einiger Freunde fünfzig Amazonen-Kolumnen in einem Erzählband.(«Kugelbomben und Kaffee. Fünfzig Amazonen-Geschichten»)

Im Jahr 2011 bekam ich dann die Chance, als Artist in Residence drei Monate in Kairo zu leben und zu schreiben. Zum ersten Mal war ich nur Autorin, und das war himmlisch! Während dieser Zeit entstand mein erster längerer Erzähltext, «Hibiskus Corner», vom Verlag als Novelle bezeichnet, handelt er von einer Eiscremeverkäuferin am Flughafen Zürich und enthält viele essayistische Passagen und Alltagsbeobachtungen. Generell war mir die kurze Form immer vertrauter, Kolumnen flossen mir leicht von der Hand aufs Papier, auch Essays – so lange ich die Realität hatte, auf die ich mich stützen konnte. Der Schritt in die Fiktion dann ein Wagnis, hatte doch in meinem früheren Leben als Journalistin immer alles hundertprozentig wahr sein müssen.

Heute unterrichte ich Deutsch als Fremdsprache, leite einen Schreibkurs für Kinder und gebe Kreativen Schreibunterricht für Erwachsene. Und ich arbeite an einem Roman, versuche nicht zu beschreiben, sondern zu erzählen, bekomme graue Haare dabei und schwöre mir, nie mehr auf eine so hirnverbrannte Idee zu kommen. Aber wenn ich die Erzählung dann irgendwann als gebundenes Buch in den Händen halte («Ein Augenblick im Wind»), werde ich bestimmt all die Geburtsschmerzen vergessen haben.

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